Eine Symbiose von Architektur und Geschichte erwartete die Schüler*innen des Leistungskurses Geschichte beim Besuch der Weißenhofsiedlung in Stuttgart. Im Zusammenhang mit den Themen Modernisierung und Goldene Zwanziger hatten sie sich im Unterricht bereits mit den veränderten Lebenswelten infolge von Industrialisierung und kulturellem Aufbruch beschäftigt. Auf dem Killesberg manifestierte sich die Theorie nun in modernen und funktionalen Gebäuden, in denen bereits vor hundert Jahren Bedürfnisse befriedigt wurden, die unser Wohnen heute prägen: viel Licht und Luft, Flächen für Kommunikation, platzsparende und industriell gefertigte Möblierung sowie Einrichtungen für die Körperhygiene. Für uns heute selbstverständlich, für die Menschen damals ungewohnt. Daher entstand auch eine Gegenbewegung, die auf traditionelle Elemente im Hausbau setzte: Beispiel dafür ist die Kochenhofsiedlung auf dem Killesberg, die fußläufig zu erreichen war und anschaulich vor Augen führte, mit welcher Architektur sich die Stuttgarter damals eher identifizieren konnten. Den Abschluss des Lerngangs bildete ein gemeinsamer Stop am Brunnen, wo sich nach der zweistündigen Führung und bei Hitze eine Gelegenheit zur Abkühlung bot.

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