„Gemeinsam unterwegs“ – unter diesem Motto hatte der Arbeitskreis Ukrainehilfe die Schülerschaft eingeladen, am Freitag, den 6. Mai 2022, gemeinsam mit den neuen ukrainischen Mitschülerinnen und Mitschülern Herrenberg zu erkunden. Auf dem Plan standen Kennlernspiele, eine kleine Stadtrallye und der Besuch der Stiftskirche inklusive Orgelkonzert und Besichtigung des Glockenturms.

„Heute geht es ums Kennenlernen, ihr werdet Herrenberg ein bisschen genauer kennenlernen, aber vor allem sollt ihr euch gegenseitig mehr kennenlernen!“ Mit diesen Worten begrüßte Frau M. Horn die Schülerinnen und Schüler sowie einige Familienangehörige, die sich nach der sechsten Stunde auf dem Schulhof zum gemeinsamen Stadtspaziergang versammelt hatten. Unsere Russischreferendarin, Frau Kobsarew, begrüßte die ukrainischen Jugendlichen auf Russisch und übersetzte im weiteren Verlauf des Stadtspaziergangs alle wichtigen Informationen ins Russische.

Um das Kennenlernen auch gleich in Gang zu setzen, wurden bereits für den Weg in die Stadt kleine Gruppen aus ukrainischen und deutschen Schülerinnen und Schülern gebildet, in denen sie sich nicht nur über ihre Hobbies, ihre Lieblingstiere und Lieblingsfächer austauschen, sondern auch jeweils drei Worte in der Sprache der anderen lernen sollten. Am Marktplatz angekommen, erwartete die Schülerinnen und Schüler eine kleine Stadtrallye, bei der die einheimischen Jugendlichen ihre Ortskenntnis unter Beweis stellen und die ukrainischen Jugendlichen interessante Orte im Herrenberger Zentrum entdecken konnten. Die letzte Aufgabe der Rallye bestand für jede Gruppe darin, ein Selfie auf einer der Treppen vor der Stiftskirche zu machen, bevor sie sich in die Stiftskirche selbst begaben. Dort erwartete die Gruppen zum einen eine kleine Führung durch die Kirche, die durch eine beeindruckende Kostprobe der Vielfalt der Orgelklänge des ehemaligen Bezirkskantors Ulrich Feige abgerundet wurde. Zum anderen hatten sie die Möglichkeit, das Glockenmuseum oben im Kirchenturm zu besuchen, in dem ihnen Burkhard Hoffmann, der Vorsitzende des Vereins zur Erhaltung der Stiftskirche, einen interessanten Einblick in die Geschichte und Besonderheiten der Herrenberger Glocken gab und natürlich auch die eine oder andere Glocke erklingen ließ.

Der gemeinsame Stadtspaziergang ist eine erste Aktion, mit welcher der Arbeitskreis Ukrainehilfe Möglichkeiten schaffen möchte, um deutsche und ukrainische Schülerinnen und Schüler auch außerhalb des Unterrichts ins Gespräch miteinander zu bringen, Barrieren abzubauen und die Integration zu unterstützen. Ein weiterer, zentraler Baustein für eine erfolgreiche Integration ist der vom Arbeitskreis gemeinsam mit unserer kommissarischen Schulleiterin, Frau Bentele, und weiteren Kolleginnen organisierte Deutschunterricht, der an mehreren Tagen in der Woche stattfindet. Zusätzlich gibt der Arbeitskreis, in dem vor allem unsere Russischlehrerinnen, Frau Kovtun, Frau Tziolas und Frau Weber, aktiv sind, den ukrainischen Schülerinnen und Schülern, die in allen Stufen von Klasse 5 bis in die Jahrgangsstufe 1 verteilt sind und neben Ukrainisch auch Russisch sprechen, praktische Hilfestellung im Schulalltag und bietet auch Dolmetscherdienste an.

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