Nach der langen Zeit der Coronabeschränkungen und Theaterschließungen ist es nun endlich wieder möglich, gemeinsam ins Theater zu gehen. Der Deutschkurs von Frau Weber und der Kurs Literatur und Theater von Frau Bentele fuhren also mit der S-Bahn nach Stuttgart ins Theater der Altstadt, um sich die Inszenierung von „Der Trafikant“, einem Roman von Robert Seethaler, anzuschauen.

Schon der Start am Theater verlief ungewohnt, war es doch nicht möglich, vorher an der Theaterbar erworbene Getränke oder Snacks mit ins Theater zu nehmen – so ganz anders als im Kino!

Nachdem die Getränke also möglichst schnell heruntergestürzt wurden und alle ihre Plätze eingenommen hatten, begann das Stück – und zog alle in seinen Bann. Die direkte Konfrontation mit den SchauspielerInnen, der live erlebten Schauspielkunst wirkt doch überraschend eindringlicher auf einen selbst als die Filmleinwand. Auch die karge Ausstattung mit Requisiten, einen ganz klaren Fokus setzend, war beeindruckend.

Viele SchülerInnen kannten den Roman bereits und doch erlebten sie ihn komplett neu. Manches wurde vermisst, anderes ganz anders ins Bewusstsein gerufen und verknüpft. Gespräche über die Inszenierung und die einzelnen Szenen, die entweder weggelassen oder anders als gedacht umgesetzt wurden, führten zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Roman, aber auch mit dem Thema Schauspielkunst. Völlig ungezwungen, weit ab vom Unterricht und doch mittendrin.

„Das war ein tolles Erlebnis“, formuliert eine Schülerin. „Wann gehen wir das nächste Mal ins Theater?“

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