Добро пожаловать в Санкт-Петербург!

Willkommen in Sankt Petersburg! Das war der erste russische Satz, den ich hörte, nachdem ich meinen Austauschschüler getroffen hatte. Wir (7 Schüler/innen aus den Klassen 9a, 10a und 10d sowie Frau Weber und Herr Hoogerbeets) kamen am 2. Mai gegen 21 Uhr Ortszeit in Sankt Petersburg an.

Nachdem wir unsere Austauschpartner kennen gelernt hatten, brachten sie uns zu sich nach Hause. Wir waren während des Fluges bereits voller Vorfreude auf die kommenden 9 Tage, da wir zwar das schulische Programm kannten, aber nicht, wussten, was uns genau erwarten würde und was unsere Austauschpartner noch geplant hatten.

Der 3. Mai begann für uns mit einem Besuch des Unterrichts unserer Austauschschüler. Da die Schule in Russland erst um 9 Uhr beginnt, konnten wir uns vom Flug erholen. Nach einem kurzen Besuch der Schule nahmen wir an einer Stadtrundfahrt teil, um einen ersten Eindruck von Sankt Petersburg bei Tag zu bekommen und einen Blick auf einige Sehenswürdigkeiten Sankt Petersburgs zu werfen, beispielsweise den Winterpalast, die Winterresidenz der Zaren. Nach der Rundfahrt gingen wir in die Schule zurück, um in der Schulkantine zu Mittag zu essen. Das Essen war selbst gekocht und für Kantinenessen ziemlich gut. Mit dem Essen endete der schulische Teil unseres ersten Tages in Sankt Petersburg und wir trafen um 15 Uhr wieder mit unseren Austauschpartnern zusammen, um den Rest des Tages mit ihnen zu verbringen und uns davon überraschen zu lassen, was sie noch für uns geplant hatten.


Am darauffolgenden Tag nahmen wir erneut eine Stunde am Unterricht teil, um anschließend in die Ermitage zu fahren, ein großes Kunstmuseum in Sankt Petersburg. Obwohl dort hauptsächlich Bilder ausgestellt waren, konnten wir nur einen kleinen Teil der Ermitage sehen, da es viele Stunden dauern würde, um alle Werke zu sehen und wir nur etwa 5 Stunden Zeit hatten, bevor wir uns um 15 Uhr wieder mit unseren Austauschschülern trafen, um den Rest des Tages mit ihnen zu verbringen.

      

Am Samstag besuchten wir erneut eine Stunde lang den Unterricht (in Russland ist auch am Samstag Schule), anschließend besichtigten wir die Isaakskathedrale und die Auferstehungskirche, zwei beeindruckende Sehenswürdigkeiten Sankt Petersburgs. Um 17 Uhr unternahmen wir mit unseren Austauschschülern eine Bootsrundfahrt, welche auch Teil des schulischen Programms war. Um 18 Uhr gingen wir mit unseren Austauschschülern nach Hause, um uns auf den nächsten Tag vorzubereiten, welcher von unseren Austauschpartnern organisiert wurde. Da der Sonntag individuell gestaltet wurde, werde ich darüber nicht viele Worte verlieren, jedoch nehme ich an, dass wir alle aufgrund des schönen Wetters viel Zeit an der frischen Luft verbracht haben.

     

Am Montag trafen wir uns mit fast allen Austauschschülern um 9 Uhr in der Schule, um nach Peterhof zu fahren, der Sommerresidenz der Zaren. Die Residenz war bereits beeindruckend, doch sie wurde von einem gewaltigen Park in den Schatten gestellt. Der Peterhof ist unter anderem wegen seiner zahlreichen Fontänen bekannt, welche wir nun aus der Nähe bewundern konnten. Auch hier konnten wir während unserer Führung und auch während unserer Mittagspause nicht den ganzen Park sehen, da er zu groß ist. Nach der Mittagspause fanden wir uns an einer Anlegestelle ein, um mit dem Boot in die Stadt zurückzufahren. Nachdem sich unsere Lehrer/innen von uns verabschiedet hatten, gingen wir mit unseren Austauschpartnern gemeinsam in ein Jugendcafé. Für einen geringen Betrag (umgerechnet 1,20€/1,30€ pro Stunde) konnten wir dort essen, trinken, verschiedene Spiele spielen oder uns auch einfach nur ausruhen. Nachdem wir dort 2 Stunden verbracht hatten, gingen wir mit unseren Austauschschülern zurück nach Hause.


Am Dienstag besuchten wir erneut eine Stunde lang den Unterricht, bevor wir zur Peter-und-Paul-Festung fuhren, der ehemaligen Verteidigungsbastion Sankt Petersburgs. Nach einer Führung durch die Festung hatten wir wieder ein wenig Zeit, um die Festung auf eigene Faust zu erkunden, bevor wir uns in der Schule wieder mit unseren Austauschpartnern trafen, um uns für den Besuch des Balletts „Romeo und Julia“ im Michailowskij Theater fertig zu machen.

Am Mittwoch, dem 9. Mai, in Russland der „Tag des Sieges“, bei dem der Sieg im 2. Weltkrieg gegen den Faschismus gefeiert wird, legten wir mit unseren Austauschpartnern an einem Denkmal Blumen nieder. Anschließend wurde der Rest des Tages individuell gestaltet.

Am Donnerstag trafen wir uns um kurz vor 5 am Flughafen, um zurückzufliegen. Der Besuch in Sankt Petersburg war eine großartige Gelegenheit für uns, um Russland ein wenig besser kennenzulernen.

Bericht von Felix Kiefer (9a)