von links nach rechts: Religionslehrer Jochen Stoll, Preisträger Steffen Tietz, Erzbischof Stephan Burger

Welche Rolle spielt das Christentum in der Gesellschaft? Inwiefern prägt das Christentum unsere Kultur bis heute?

Über diese spannenden Fragen nachzudenken, dazu regt der jährlich von den vier evangelischen und katholischen Kirchen ausgeschriebene Wettbewerb Christentum und Kultur an.

Er bietet Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 1 die Möglichkeit, sich ein Jahr lang intensiv mit einem selbst gewählten Thema aus dem weiten Feld von Christentum und Kultur auseinanderzusetzen und im Zuge dessen eine wissenschaftliche Jahresarbeit zu verfassen. Diese kann dann beim Wettbewerb eingereicht werden und außerdem in Verbindung mit einer Präsentationsprüfung genau wie ein Seminarkurs als „Besondere Lernleistung“ das mündliche Abitur ersetzen. Wichtig sind dabei studienvorbereitende und wissenschaftliche Arbeitsweisen beim Erstellen der Arbeiten, also genaues Untersuchen von Texten, wissenschaftliches Zitieren, gutes Begründen von ethischen Urteilen und so weiter.

Im vergangenen Schuljahr 2016/2017 haben gleich zwei Schülerinnen und Schüler, Debora Kegreiß und Steffen Tietz, an dem Wettbewerb teilgenommen und konnten sich dabei beide sehr gute Noten für das mündliche Abitur sichern. Die beiden Religionslehrer Frau Horn und Herr Stoll begleiteten die beiden Arbeiten über das gesamte Schuljahr mit viel Engagement.

Am Donnerstag, den 18.01.2018 fand nun in der Katholischen Akademie Freiburg die Preisverleihung des letztjährigen Wettbewerbs statt. Sehr viele Vertreter aus Politik und Kirche waren anwesend, so zum Beispiel Erzbischof Stephan Burger, einige Oberkirchenräte und Kardinalsräte sowie hochrangige Vertreter aus den Regierungspräsidien. Einige davon hielten spannende Reden über die Rolle und das Verhältnis von Christentum und Kultur. Die beiden Höhepunkte waren dann die kurze einzelne Würdigung der ausgezeichneten Arbeiten sowie die Preisübergabe. Von über 100 eingeschickten Arbeiten wurden 53 Arbeiten von Seiten des Wettbewerbs aus anerkannt, auch unsere beiden AGH-Beiträge. Insgesamt wurde fünf Arbeiten ein Preis verliehen und drei Arbeiten erhielten einen Buchpreis. Steffen Tietz konnte sich dabei einen dritten Preis sichern, der mit einem Preisgeld verbunden war.

Weitere Informationen zu dem Wettbewerb sowie einige Arbeiten aus den letzten Jahren finden sich über den folgenden Link:

https://wettbewerb-christentum-und-kultur.de/

Bei dem Wettbewerb kann man nur gewinnen. Man kann sich selbst relativ frei ein Thema heraussuchen, mit dem man sich ausführlich beschäftigen möchte. Bei mir ging es ums Geld; ich habe mir nämlich überlegt, was wir dabei von den ersten Christen lernen können. Das macht einfach Spaß und bringt auch einen großen Nutzen. Neben der Tatsache, dass man erste Erfahrungen im wissenschaftlichen Arbeiten macht (zum Beispiel Recherchen in der Unibibliothek und genaues Analysieren und Beurteilen), kann man dadurch sein mündliches Abitur ersetzen und hat es dann am Ende der J2 entspannter. Auch wenn es also zunächst sehr viel Arbeit ist, lohnt es sich und ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen.

Steffen Tietz, J2

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