Eine Clique, Freundschaft, Liebe, ein Schicksalsschlag…
Wie geht es weiter? Die Freunde entfernen sich voneinander, jeder sucht seinen Weg, mit dem Geschehenen umzugehen. Es wäre alles anders gekommen, wenn… Wirklich? Haben wir so viel Einfluss auf das, was geschieht? Oder ist nicht alles irgendwie vorherbestimmt? Werden wir bestimmt durch unsere Gene? Gibt es jemanden, der uns lenkt? Diese Fragen begleiten die Clique durch eine schwere Zeit.

Selbstbestimmt“, ein Theaterstück, das von den Schülerinnen und Schülern des Kurses Literatur und Theater der Jahrgangsstufe 2 selbst geschrieben und inszeniert wurde, bescherte dem Andreae-Gymnasium Herrenberg am 10. und 11. sowie am 22. und 23. Februar 2017 am  nicht nur volle Ränge in der Aula, sondern auch jeweils zweieinhalb Stunden beste Unterhaltung mit einem guten Schuss Nachdenklichkeit. Mit ihrem Stück trafen die Akteure kurz vor ihrem Abitur den Nerv ihres Publikums, nicht nur durch eine zeitgemäße, flotte Inszenierung unter Einbeziehung audiovisueller Möglichkeiten, sondern auch thematisch mit tiefgründig-kontroversen Gedanken und Zitaten über Freundschaft, Liebe, Trennung, Verlust und den Umgang mit eben dem Schicksalsschlag. Dieser blieb bis weit nach der Pause der Spekulation und Fantasie der Zuschauer überlassen und sorgte so für einen gelungenen Spannungsbogen. Dabei katapultierte er die Handlung mitten in eine traurige Realität, die uns in regelmäßigen Abständen in den Medien begegnet. Den Schülerinnen und Schülern ist es in ihrem Stück gelungen, sich dieser hochemotionalen Problematik mit Feingefühl und doch klaren Linien zu nähern. Dabei waren die Rollen den jungen Schauspielerinnen und Schauspielern so auf den Leib geschneidert, dass sie in jeder Sekunde glaubwürdig und authentisch auf der Bühne standen.

Das Publikum dankte es den jungen Leuten am Ende aller vier Aufführungstermine mit großem Applaus, der auch die Kursleiterin Judith Bentele, die hocheffiziente Technik-AG und die stets hilfsbereiten Hausmeister des AGH mit einschloss.

Fotografiert haben Antonia und Katharina Schrottwieser von der Foto-AG

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